Som­mer­ret­tungs­dienst

Von April bis Okto­ber haben wir jeweils ein Wochen­en­de pro Monat Bereit­schafts­dienst auf dem Stütz­punkt der Berg­wacht Sig­ma­rin­gen in Diet­furt im Donau­tal.

Die Dienst­mann­schaft besteht aus drei bis fünf akti­ven Berg­wacht­frau­en oder –män­nern.

Der Stütz­punkt ist jeweils von Sams­tag­mit­tag bis Sonn­tag­abend besetzt. Die Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen der Dienst­mann­schaft sind jeder­zeit herz­lich will­kom­men. In der ein­satz­frei­en Zeit besteht die Mög­lich­keit, am haus­ei­ge­nen Übungs­fel­sen zu klet­tern oder die benö­tig­ten Ret­tungs­tech­ni­ken zu ver­tie­fen.

Neben unse­rer eigent­li­chen Auf­ga­be, dem Ret­ten und Ber­gen von ver­un­glück­ten Per­so­nen aus unweg­sa­mem Gelän­de, wer­den wir als pro­fes­sio­nel­le Erst­hel­fer zu Not­fäl­len in unse­rem Dienst­ge­biet durch die Ret­tungs­leit­stel­le mit­al­ar­miert. Wir lei­ten ers­te Maß­nah­men ein und über­brü­cken somit die Zeit bis zum Ein­tref­fen des Ret­tungs­diens­tes.

Die Aus­rüs­tung jedes Berg­wacht­hel­fers besteht aus Helm, Klet­ter­gurt, Band­sch­lin­gen und Kara­bi­nern, Taschen- bzw. Stirn­lam­pe sowie der Dienst­klei­dung der Berg­wacht und fes­tem Schuh­werk.

Für die Ret­tung aus unweg­sa­mem Gelän­de ste­hen uns Gebirgstra­ge, sta­ti­sche und dyna­mi­sche Sei­le, diver­se Kara­bi­ner sowie Siche­rungs- und Brems­ge­rä­te zur Ver­fü­gung. Zur Ret­tung von ver­un­fall­ten Klet­te­rern set­zen wir bei Bedarf zusätz­lich Hub­schrau­ber­ber­ge­sack oder Ret­tungs­sitz ein.

Unse­re umfang­rei­che medi­zi­ni­sche Aus­rüs­tung besteht aus Sani­täts­ruck­sä­cken, einem Not­fall­ruck­sack, Schau­fel­tra­ge, Vaku­um­ma­trat­ze und diver­sen Schie­nen zur Ruhig­stel­lung von Kno­chen­brü­chen.

Seit Herbst 2004 set­zen wir einen halb­au­to­ma­ti­schen Defi­bril­la­tor ein. Mit die­sem Gerät wird bei einem Herz­still­stand schnel­le und effek­ti­ve Hil­fe geleis­tet. Alle, die aktiv im Som­mer­dienst sind, haben erfolg­reich die Sani­täts­aus­bil­dung der Berg­wacht und eine Fort­bil­dung zur Früh­de­fi­bril­la­ti­on absol­viert.

Die Inhal­te unse­rer Aus­bil­dungs­aben­de erstre­cken sich von der Ret­tung aus Klet­ter­ge­län­de über die Kame­ra­den­ret­tung und Klet­ter­tech­nik bis hin zur Sani­täts­aus­bil­dung. Letz­te­re fließt immer wie­der durch Fall­bei­spie­le in die prak­ti­schen Übun­gen ein.

Als Übungs­ob­jek­te ste­hen uns der Klet­ter­turm des DAV sowie das Frei­ge­län­de des Klein­tier­zoos und die Wäl­der der Regi­on zur Ver­fü­gung.

Eine wei­te­re Auf­ga­be im Som­mer ist die sani­täts­dienst­li­che Betreu­ung des Moun­tain­bikeren­nens in Nes­sen­re­ben. Neben den Stre­cken­pos­ten stel­len wir auch einen Ret­tungs­wa­gen zur Ver­fü­gung, um schnel­le medi­zi­ni­sche Hil­fe für gestürz­te und ver­un­glück­te Moun­tain­bi­ker zu gewähr­leis­ten.